Muttizettel für ein Piercing – Alles, was du wissen musst

Du bist unter 18 Jahre alt und möchtest ein Piercing? Dann brauchst du in den meisten Fällen die Zustimmung deiner Eltern, denn ohne Einverständnis geht beim Piercing-Studio gar nichts. Eine Möglichkeit, diese Zustimmung zu dokumentieren, ist der Mutti Zettel für ein Piercing. In diesem Beitrag erklären wir dir, was ein Muttizettel ist, warum er wichtig ist und wie du ihn korrekt ausfüllst, um deinen Traum vom Piercing zu verwirklichen.


Was ist ein Muttizettel für ein Piercing?

Ein Muttizettel, auch „Einverständniserklärung der Eltern“ genannt, ist ein Dokument, mit dem deine Erziehungsberechtigten offiziell ihr Einverständnis geben, dass du dir ein Piercing stechen lassen darfst. Dies ist notwendig, da die meisten seriösen Piercing-Studios in Deutschland keine Minderjährigen ohne schriftliche Zustimmung der Eltern behandeln – selbst bei einfachen Piercings wie Ohrlöchern.

Mit einem Mutti Zettel stellst du sicher, dass das Studio rechtlich abgesichert ist und dein Wunsch-Piercing sicher und professionell gestochen wird.


Warum brauchst du einen Mutti – Zettel für ein Piercing?

Das Stechen eines Piercings ist ein Eingriff, der rechtlich als Körperverletzung gilt, wenn er ohne Einverständnis erfolgt. Da Minderjährige nicht selbstständig rechtsverbindliche Entscheidungen treffen dürfen, benötigen sie das schriftliche Einverständnis ihrer Eltern.

Der Muttizettel dient dabei als Nachweis, dass deine Eltern:

  1. Über das Piercing informiert sind,
  2. Der Durchführung zustimmen,
  3. Die Verantwortung übernehmen.

Ohne diesen Nachweis werden die meisten Studios den Eingriff ablehnen – und das aus gutem Grund.


Welche Angaben gehören auf den Muttizettel?

Ein vollständiger und gültiger Muttizettel für ein Piercing muss folgende Informationen enthalten:

  1. Angaben des Minderjährigen:

    • Vollständiger Name
    • Geburtsdatum
    • Adresse
  2. Angaben der Eltern:

    • Vollständiger Name der Erziehungsberechtigten
    • Telefonnummer für Rückfragen
    • Unterschrift der Eltern
  3. Details zum Piercing:

    • Art des gewünschten Piercings (z. B. Bauchnabel, Nase, Ohr, Zunge)
    • Bestätigung, dass die Eltern über Risiken und Pflegehinweise informiert wurden

Zusätzlich verlangen viele Studios eine Kopie des Personalausweises der Eltern, um sicherzustellen, dass die Unterschrift authentisch ist.


Muss ein Elternteil beim Termin dabei sein?

Viele Studios bestehen darauf, dass ein Elternteil oder eine erziehungsbeauftragte Person dich zum Piercing-Termin begleitet – selbst wenn du einen Muttizettel dabei hast. Dies dient als zusätzliche Absicherung, dass die Zustimmung echt ist.

Rufe daher vorab im Piercing-Studio an und frage nach, ob der Muttizettel ausreicht oder ob ein Elternteil dich begleiten muss.


Was sollte ein gutes Piercing-Studio beachten?

Ein seriöses Piercing-Studio wird:

  • Deinen Muttizettel und ggf. die Ausweise kontrollieren,
  • Dich und deine Eltern ausführlich über den Eingriff informieren,
  • Hygienevorschriften streng einhalten,
  • Dir Pflegehinweise für dein Piercing mitgeben.

Vermeide Studios, die auf den Muttizettel verzichten oder keine klare Kommunikation anbieten – deine Sicherheit steht an erster Stelle.


 

Häufige Fragen zum Muttizettel für ein Piercing

  1. Ab welchem Alter ist ein Piercing mit Muttizettel erlaubt?
    Die Altersgrenzen variieren je nach Art des Piercings und Studio. Meist sind einfache Ohrlöcher ab 14 Jahren möglich, während Bauchnabel- oder Nasenpiercings oft erst ab 16 Jahren erlaubt sind. Intimpiercings werden in der Regel erst ab 18 Jahren durchgeführt, auch mit Zustimmung der Eltern.

  2. Kann ich den Muttizettel selbst schreiben?
    Ja, du kannst eine Vorlage verwenden oder den Muttizettel selbst formulieren. Wichtig ist, dass alle relevanten Informationen enthalten sind und die Unterschrift der Eltern authentisch ist.

  3. Muss ich den Muttizettel vorher abgeben?
    Meistens reicht es, den Muttizettel zum Termin mitzubringen. Manche Studios bieten auch eigene Vorlagen zum Download an, die du vorab ausfüllen kannst.


Fazit: Mit dem Muttizettel sicher zum Piercing

Ein Muttizettel für ein Piercing ist unverzichtbar, wenn du unter 18 Jahre alt bist und dir ein Piercing stechen lassen möchtest. Er sichert nicht nur das Piercing-Studio ab, sondern gibt dir auch die Möglichkeit, deinen Wunsch zu realisieren – ganz ohne Stress.

Lade dir eine passende Vorlage herunter, kläre die Details mit deinen Eltern und wähle ein professionelles Studio für ein sicheres und sauberes Ergebnis. Mit dem richtigen Muttizettel steht deinem neuen Piercing nichts mehr im Weg